Markt im dänischen Dorf Vorbasse setzt auf KI, um Menschenströme zu steuern

Besucher, Händler, Pferde und Buden werden dank KI, dem Wave VMS und einer Videowand rund um die Uhr geschützt.

Der Vorbasse-Markt, der als „Dänemarks größte Familientradition“ bekannt ist, zieht jedes Jahr bis zu 250.000 Gäste an. Er begann 1730 als Pferde- und Händlermarkt und findet immer noch jährlich mit bis zu 500 Pferden, 650 Buden und mehr als 200 Kleintierhändlern statt. Heute gibt es auf dem Gelände außerdem einen Campingplatz, einen der größten Wanderjahrmärkte Dänemarks und ein Unterhaltungsprogramm mit DJs und Live-Musik.

Warteschlangen, Menschenmassen und Engpässe in kritischen Bereichen des Marktes sind auf dem Vorbasse-Markt nichts Neues. Das für den Markt verantwortliche Team benötigte deshalb eine Lösung, mit der es einen Überblick über den Markt behalten und gleichzeitig die Sicherheit von Besuchern, Händlern und Buden gewährleisten konnte. Den Betreibern war es besonders wichtig, dass viele verschiedene Bereiche des Marktes leicht überwacht werden können und dass das Team schnell auf Ereignisse reagieren kann, die ihre Aufmerksamkeit erfordern. Hierbei spielt insbesondere die Überwachung rund um die Uhr eine große Rolle, da der Markt nachts nicht verschlossen wird und somit das Gelände jederzeit betreten werden kann. Um die Sichtbarkeit in der Nacht und bei schlechtem Wetter zu verbessern, wollte das Team außerdem Kameras mit IR-Funktionen installieren.

Verbessertes Situationsbewusstsein zu jeder Tages- und Nachtzeit

Das Team wandte sich an den Installateur Outscale und an Hanwha Vision, um ein intelligentes, einfach zu bedienendes Videoüberwachungssystem für die Rund-um-die-Uhr-Überwachung des Vorbasse-Marktes zu erhalten. Es wurden insgesamt 55 Kameras der X- und P-Serie auf dem Gelände installiert, davon 45 vandalismusgeschützte IR-Dome-Kameras vom Typ XNV-6080R sowie KI-Dome-Kameras vom Typ PND-A9081RV.

Deep-Learning zur Steigerung der Teameffizienz

Die KI-Dome-Kameras vom Typ PND-A9081RV, die neben den Kameras vom Typ XNV-6080R eingesetzt werden, nutzen Deep-Learning, wodurch Fehlalarme reduziert werden, da die Betreiber nur bei echten Ereignissen alarmiert werden. Da so auch Ermüdung und Frustration verringert werden, können die Teams zudem effizienter arbeiten. Die Kameras können herumlungernde Personen, verschiedene Geräusche, Manipulation, Erschütterung (wenn beispielsweise jemand gegen die Kamera schlägt) und das Tragen von Gesichtsmasken erkennen. Die PND-A9081RV besitzt außerdem eine BestShot-Funktion, die bei Bandbreiten- und Speicherplatzbeschränkungen nützlich ist, da sie nur die besten Aufnahmen eines Bildes an die Betreiber weitergibt.

Klare Bilder mit der XNV-6080R

Die Kameras vom Typ XNV-6080R sind mit einer Videoanalyse-Funktion ausgestattet, die Betreiber auf herumlungernde Personen und Manipulation aufmerksam macht, sowie mit einer Audioerkennung für Geräusche wie Rufe oder Schreie. Über die Fluransicht (Hallway View) können Betreiber schmale Bereiche wie z. B. Gehwege und Bereiche um Zäune überwachen. Damit bei Tag und Nacht klare Bilder geliefert werden, besitzen die Kameras eine IR-Funktion mit einer Sichtweite von 50 m, und die integrierte Objektiventzerrung (LDC) sorgt für natürlich wirkende Bilder.

PTZ- und Bullet-Kameras als Ergänzung der KI

Die PND-A9081RV kann PTZ-Handover an die IR-PTZ-Kamera XNP-8250R durchführen, damit Betreiber den Kontext eines Ereignisses besser verstehen oder die Bewegung eines Objekts über den Vorbasse-Markt verfolgen können. Es gibt auch Bullet-Kameras (die XNO-8083R und die XNO-C7083R) auf dem Gelände, die KI-Analysen nutzen, um Objekte (Personen, Gesichter und Fahrzeuge), das Überqueren virtueller Linien, Bewegung, Manipulation, Audio, Erschütterungen und das Erscheinen/Verschwinden von Personen und Objekten zu erkennen. Weiterhin sorgen Integrationen mit automatischer Nummernschilderkennung (ANPR) dafür, dass Betreiber genau wissen, welche Fahrzeuge sich gerade auf dem Gelände befinden. So können Betreiber die Parksituation leichter im Griff behalten.

Betreiber sehen das Videomaterial auf einer Videowand, die über das Wave VMS betrieben wird. Hierdurch kann das Team Ereignisse schnell sehen und verstehen, während sie sich entfalten, und Personen und Fahrzeuge auf dem Vorbasse-Markt lassen sich leicht verfolgen. Das Bodenpersonal kann sich das Filmmaterial auf Smartphones oder Tablets anschauen, wodurch es einen Überblick über den gesamten Markt behält, während es auf dem Gelände ist und Sicherheitspatrouillen durchführt.

Videoeinblicke zur Verbesserung des Besuchererlebnisses

Einblicke in Videodaten schützen nicht nur die Besucher, sondern werden auch mit der Leitung des Vorbasse-Marktes geteilt, um die zukünftige Planung zu erleichtern. Beliebte Routen über den Markt können beispielsweise verbreitert werden, um Engpässe zu vermeiden, oder die Personalplanung kann auf der Grundlage saisonaler Daten erfolgen. Das Team des Vorbasse-Marktes nutzt auch die Personenzählungsfunktion, um einen besseren Überblick über die Kundenströme auf dem Gelände zu erhalten. So kann dafür gesorgt werden, dass Menschenmengen sicher und effektiv gesteuert werden und Besuchern das bestmögliche Erlebnis geboten wird. Beispielsweise können Bereiche proaktiv geschlossen werden, bevor die Menschenmenge zu groß wird.

Durch die Konsolidierung des gesamten Filmmaterials an einem Ort haben die Betreiber nun Tag und Nacht einen besseren Überblick über die Aktivitäten auf dem gesamten Markt. Die KI ermöglicht es ihnen, alle potenziellen Risiken im Auge zu behalten, während sie gleichzeitig die Menschenmassen verwalten und proaktiv auf Ereignisse reagieren. So wird sichergestellt, dass Besucher des Vorbasse-Marktes mit durchweg positiven Erinnerungen abreisen.