Hanwha Techwin stellt vor: Top 5 Trends der Videoüberwachung in 2023

Hanwha Techwin stellt die Top 5 Trends der Videoüberwachung im Jahr 2023 vor. Im Fokus stehen dabei moderne Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Edge-Computing und die Konvergenz des Internets of Things (IoT). Außerdem wird erklärt, warum Cybersicherheit und der verantwortungsvolle Umgang mit Technologien immer wichtiger werden.

1. Einsatz von KI entwickelt sich weiter

Traditionelle Videoanwendungen haben künstliche Intelligenz (KI) bislang verwendet, um Fehlalarme zu reduzieren und die forensische Suche in Videos auf Basis von Objektattributen zu ermöglichen.

Ganz alltäglich ist mittlerweile auch der Einsatz von KI, die sich auf Metadaten fokussiert. Endanwender suchen heute nach aufbereiteten Informationen, die über die einfache Aggregation von Metadaten zu Fahrzeugen, Geschlecht, Alter usw. hinausgehen. Zu diesen weitergehenden Informationen gehören zum Beispiel Statistiken zu Fahrzeugtypen in einem bestimmten Zeitraum oder Aufschlüsselungen des Alters und Geschlechts von Kunden im Stundenverlauf. 

Durch den unmittelbaren Zugriff auf Informationen und das direkte Management erhalten Endanwender tiefere Einblicke und können bessere Geschäftsentscheidungen treffen. Anders ausgedrückt: Informationen werden wertvoller, wenn Anwender ihre Daten auf die jeweils effizienteste und relevanteste Weise nutzen können.

Dies erklärt auch die Bemühungen der Industrie, ein effizientes Management der enormen Mengen an Metadaten zu gewährleisten, die dort von der KI gesammelt werden. Dashboards und Reporte, die diese Metadaten zusammenfassen und für eine fundierte Entscheidungsfindung aufbereiten, werden daher immer populärer werden. 

Hanwha Techwin liefert mit Wise BI (Business Intelligence) wertvolle Informationen und bietet Endanwendern zudem Lösungen, die genau auf die Bedürfnisse verschiedener Branchen und Einsatzbereiche zugeschnitten sind.

2. Einheitliche Lösungen für On-Premises und Cloud

Mit der zunehmenden Verbreitung von Cloud-basierten Services ist auch die Anzahl der Anbieter (Provider) gestiegen. Anwender können Geräte und Systeme heute einfach über einen Cloud-Service integrieren. Investitionen in zusätzliche Server oder die Netzwerkinfrastruktur sind dabei meist nicht erforderlich.

Aufgrund des Netzwerkstatus, des Budgets oder der Sicherheitsrichtlinien innerhalb einer Unternehmensgruppe ziehen es aber viele Unternehmen vor, auch weiterhin konventionelle On-Premises-Lösungen mit dedizierten Servern und Software einzusetzen. 

Im Jahr 2023 ist daher mit einem Wachstum der sogenannten „hybriden Systeme“ zu rechnen, die On-Premises-Technologie mit der Cloud kombinieren. Durch On-Premises-Lösungen behalten Anwender dabei die volle Kontrolle vor Ort, während Cloud-Lösungen gleichzeitig ein zuverlässiges Backup kritischer Daten gewährleisten.

Hanwha Techwin unterstützt Unternehmen in diesem Bereich mit zwei Lösungen: Wisenet Wave VMS (On-Premises) und Wave Sync (Cloud-basierter Service). Wave Sync ermöglicht Remote-Zugriff, Remote-Management und Remote-Wartung für Tausende von On-Premises-Systemen.

3. Neue Möglichkeiten mit Edge-KI

Beim Edge-Computing erfolgt die Datenverarbeitung nicht in einem Rechenzentrum oder der Cloud, sondern dezentral auf Komponenten am Rand (Edge) des Netzwerks. Edge-basierte KI-Technologie ist bei Anwendern beliebt, weil sie bei der Erkennung und Klassifizierung von Objekten unterstützen kann. Nun wird diese Technologie zusätzlich durch NPUs (Neural Processing Units) verstärkt. Dabei kommt ein KI-Chip zum Einsatz, der selbstständig lernt und gleichzeitig Video, Audio, Text und Bilder verarbeitet, indem er die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns imitiert. In einer Videoanwendung erweitert NPU die KI um Funktionen für Verhaltensanalysen und die Erkennung von ungewöhnlichem Verhalten.

Darüber hinaus ist es mit NPU möglich, KI-Algorithmen direkt nach eigenen Kriterien zu trainieren. In Kürze wird Hanwha Techwin den Wise Detector auf dem Markt einführen, der für die Klassifizierung von Objekttypen trainiert werden kann, die für den Anwender besonders relevant sind. Dazu gehören zum Beispiel Einkaufswagen, Fahrzeugtypen oder auch bestimmte Ereignisse.

4. Konvergenz von Technologien

Herkömmliche Lösungen für physische Sicherheit wie Videoüberwachung, Zugangskontrollen oder Einbruchmeldesysteme werden durch die Integration mit IoT-Geräten (Internet of Things), KI und Cloud erweitert. So kann zum Beispiel ein IoT-fähiger Sensor, der Rauch, Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Bewegung erkennt, mit einem KI-Sicherheitssystem integriert werden, um Analysen in der Cloud zu ermöglichen und weitergehende Erkenntnisse bereitzustellen.

Hanwha Techwin arbeitet an einer schrittweisen Erweiterung der eigenen Lösungen durch Kombination von KI, IoT und Cloud mit Vision-Technologie. Früher konzentrierten sich Sicherheitslösungen auf die Videoüberwachung. Videodaten und Alarminformationen wurden gesammelt, gespeichert und bei Bedarf durchsucht. In naher Zukunft werden Kameras und IoT-Sensoren hingegen unterschiedlichste Daten sammeln, die im Anschluss von einer Edge-KI analysiert werden. Dabei untersucht die KI bekannte Muster aus der Vergangenheit und vergleicht diese mit der aktuellen Situation, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen und unerwünschte Vorfälle zu verhindern.

5. Zero-Trust-Modell in der Cybersicherheit

Durch die technologische Integration mit KI, Cloud und IoT entstehen neue und erweiterte Geschäftsmodelle und Lösungen, die ein geschärftes Sicherheitsbewusstsein erfordern. Hanwha Techwin fokussiert sich seit mehr als 30 Jahren auf Videoüberwachung und hat immer wieder unterstrichen, wie wichtig die Cybersicherheit angesichts der wachsenden Bedrohung im Zusammenhang mit IP-Video ist.

Das spezialisierte Security Computer Emergency Response Team (S-CERT) führt permanent Tests durch und stellt damit sicher, dass die Lösungen von Hanwha Techwin vollständig vor neuen und gerade erst aufkommenden Bedrohungen geschützt sind. Darüber hinaus hat Hanwha Techwin offizielle Zertifizierungen nach UL CAP, FIPS und TTA erworben, um die Sicherheit seiner Produkte auf höchstem Niveau zu gewährleisten.

In letzter Zeit hat sich zudem „Zero Trust“ als zentraler Trend in der Cybersicherheit etabliert. Im Rahmen des Zero-Trust-Modells müssen alle verbundenen Geräte und Anwendungen im Netzwerk einen Qualifizierungsprozess absolvieren. Dabei gilt, dass es grundsätzlich kein „automatisches Vertrauen“ zwischen Geräten und Anwendungen geben darf. Hanwha Techwin plant die kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung seiner Lösungen mit Blick auf Zero Trust, um so beispielsweise die Compliance mit dem Security-by-Default-Prinzip sicherzustellen.

Die Bedeutung der Cybersicherheit kann insgesamt nicht hoch genug bewertet werden. Erfahrungen aus europaweiten Projekten von Hanwha Techwin belegen, dass die verantwortungsvolle und ethische Technologienutzung zu den zentralen Anliegen von Endanwendern gehört. 

Darüber hinaus bestätigt auch eine Studie im Auftrag von Hanwha Techwin, die voraussichtlich Anfang 2023 veröffentlicht wird, wie wichtig verantwortungsvolle Videoüberwachung ist. Endanwender suchen speziell nach Herstellern, die Cybersicherheit und ethische Technologienutzung in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Auf Basis dieser Erkenntnisse freut sich Hanwha Techwin auf ein spannendes Jahr 2023!