Fünf Trends bei der Videoüberwachung, auf die man im Jahr 2024 achten sollte

Hanwha Vision, ein globaler Anbieter von Bildverarbeitungslösungen, hat fünf Trends bei der Videoüberwachung ermittelt, auf die man im Jahr 2024 achten sollte. Die Trends, die jetzt schon große Aufmerksamkeit erhalten haben, werden 2024 an noch mehr Bedeutung gewinnen, da sich die Technologie weiterentwickelt und Anwender Videosysteme für neue und innovative Geschäftszwecke einsetzen werden.

Five trends in video surveillance 2024 

Videoüberwachungstechnologie hat sich im letzten Jahrzehnt weiterentwickelt, und sowohl für Videonutzer als auch für Installateure und Integratoren haben sich bedeutende Möglichkeiten eröffnet. Diejenigen, die den Wandel von Video – von einer Sicherheitstechnologie für eine einzelne Anwendung hin zu einer Lösung, die KI und die Cloud nutzt, um die Benutzer bei der Bewältigung umfassenderer geschäftlicher Herausforderungen zu unterstützen – annehmen, werden erhebliche Vorteile daraus ziehen.

Die Evolution der Videotechnologie, die ihre Wurzeln im Sicherheitsbereich hat und nun neben 5G, dem Internet der Dinge (IoT) und mehr einen wichtigen Platz in der Technologieausstattung von Unternehmen einnimmt, wurde in einer Studie von Hanwha Vision Europe bestätigt. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter 1.000 Wirtschaftsführern in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und in den Niederlanden hat ergeben, dass jetzt fast ein Drittel (31 %) KI-gestütztes Video als Mittel zur Lösung ihrer geschäftlichen Herausforderungen betrachtet. Zum Kontext: Diese Zahl ist fast doppelt so hoch wie die der Befürworter von Automatisierung und Robotik (17 %) und fast genauso hoch wie die derer, die 5G und das Internet der Dinge (IoT) als Schlüssel zur Lösung ihrer Herausforderungen ansehen (32 %).

Pread Um (Suk Bong), Produkt- und Marketing-Leiter bei Hanwha Vision Europe, erklärt: „Video birgt ein enormes Potenzial für die Rationalisierung von Abläufen, da es wertvolle Daten für die Strategie und Planung sowie für die Sicherheit von Menschen und Anlagen bereitstellt. Im Jahr 2024 wird sich Video wahrscheinlich als unverzichtbares Tool für Unternehmen etablieren.“

1. Ein KI-gestützter Spielveränderer für Unternehmen

Die zunehmende Kombination von Sicherheitskameras und KI ist der Schlüssel zum Wandel der Videotechnologie von reinen Überwachungsfunktionen zu einem breiteren Einsatzfeld in Unternehmen.

Hanwha Vision setzt sich seit langem für eine vertrauenswürdige KI für Video ein und prognostizierte zu Recht, dass sich die Technologie beschleunigen wird, um Dateneinblicke und Prognosen durch tiefgreifende Analysen von Ereignissen in Echtzeit sowie im Anschluss an Vorfälle zu ermöglichen.

Angesichts der Entwicklung der Technologie hebt Pread Um (Suk Bong) ihren steigenden Wert hervor: „Daten- und KI-gesteuerte prädiktive Analysen bieten wertvolle Einblicke in kritische Geschäftsprozesse und helfen bei der Erkennung von Risiken, bevor sie eintreten.“

Die KI-basierte prädiktive Analyse bei Videos besteht aus drei Prozessen: Sammeln von Videodaten, explorative Datenanalyse und Szenario-Modellierung. Branchen wie Smart Cities, Einzelhandel, Fertigung, Logistik und Gesundheitswesen setzen die Technologie ein, um ihre Effizienz durch Kostensenkung, Prozessoptimierung und Verbesserung der Servicequalität zu steigern. Video wird auch genutzt, um die Sicherheit zu verbessern und Unfälle zu vermeiden.

2024 könnte das Jahr sein, in dem KI-gestütztes Video den Durchbruch für den Mainstream-Einsatz in Unternehmen schafft!

2. Das Edge gewinnt weiter an Fahrt

Das beträchtliche Interesse an KI „on Edge“ wird im Jahr 2024 nur noch wachsen.

Durch die Kombination von KI und Edge-Computing in der Kamera selbst („on Edge“) werden Daten direkt dort verarbeitet, wo sie generiert werden. Nutzer gewinnen so sofort Erkenntnisse aus ihren Videodaten und sparen Zeit und Geld, da große Datenmengen nicht an separate Orte zur Speicherung und Verarbeitung übertragen werden müssen. Ein einzelnes Edge-Gerät kümmert sich um alles – von der Videoerfassung und -speicherung bis hin zur Analyse und Cloud-Konnektivität. Eine separate Systeminfrastruktur ist somit nicht notwendig.

Pread Um (Suk Bong) erklärt: „Der größte Vorteil von Edge-KI-Kameras ist, dass die Videoanalyse vor Ort stattfindet und so schnellere Erkenntnisse liefert, was die Entscheidungsfindung in kritischen Szenarien in Echtzeit erleichtert.“

Hanwha Vision hat Pionierarbeit im Bereich der KI „on Edge“ geleistet und fügt ständig weitere Funktionen zu seinen Edge-KI-Kameras hinzu, um den Anforderungen der verschiedenen Branchen gerecht zu werden. Das Unternehmen wird 2024 weitere branchenspezifische Edge-KI-Funktionen auf den Markt bringen, um typische Herausforderungen im Einzelhandel, in der Fertigung und in der Logistik anzusprechen.

Im Rahmen des Engagements von Hanwha Vision für die Entwicklung von Lösungen „on Edge“ hat das Unternehmen 2023 u. a. die SolidEDGE vorgestellt, die erste Solid-State-Drive- (SSD) basierte Kamera, die eine Aufzeichnung am Edge selbst ermöglicht.

3. Der Übergang zur Cloud beschleunigt sich

 Die Vorteile von Cloud-Diensten haben sich während der Pandemie gezeigt, und das Vertrauen von Unternehmen in die Cloud ist in der Folge deutlich angestiegen. Pread Um (Suk Bong) erklärt weiter: „Jetzt, wo die KI allgegenwärtig ist, sehen wir, dass Unternehmen in Cloud-basierte Dienste investieren, um Videostrategien rund um KI zu unterstützen.“

Im Gegensatz zum Aufbau einer Vor-Ort-Lösung kann Cloud-Technologie nach Bedarf skaliert werden. Viele europäische Unternehmen steigern ihre Kosteneffizienz durch Cloud-Dienste, die keine großen Anfangsinvestitionen erfordern, zentral verwaltet und problemlos nach oben oder unten skaliert werden können.

Ein Cloud-basiertes Videoüberwachungssystem oder VSaaS (Video Surveillance as a Service) kann zudem problemlos in ein bestehendes System eingebunden und mit anderen Sicherheitssystemen wie z. B. Zugangskontrolle, Brandmeldung und Gebäudemanagement sowie mit KI- und Datenanalyse-Lösungen integriert werden.

4. Cybersicherheit wird weiterhin die Tagesordnung bei Untenehmen dominieren  

Die Konvergenz neuer Technologien, wie z. B. Cloud und KI, hat die Möglichkeiten von Videokameras erweitert und zu ihrem Einsatz in Bereichen aller Art geführt. Gleichzeitig haben die Bedrohungen der Cybersicherheit zugenommen. Als Antwort darauf wird für 2024 EU-weit die Einführung des Gesetzes über Cyberresilienz (CRA) und der NIS2-Richtlinie (die überarbeitete Version der bestehenden Richtlinie über Netz- und Informationssicherheit) erwartet.

Das Gesetz über Cyberresilienz (CRA) ist eine Verordnung, die Mindestanforderungen an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen festlegt. Gemäß der Verordnung müssen Produkte, zu denen auch Videokameras zählen, mit Blick auf Sicherheit konzipiert und entwickelt werden, gegen bekannte Schwachstellen geschützt sein und regelmäßig mit Sicherheits-Patches aktualisiert werden.

Die NIS2 ist eine Richtlinie, die vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union im Dezember 2020 verabschiedet wurde. Von den EU-Mitgliedstaaten wird erwartet, dass sie die NIS2 bis Oktober 2024 umsetzen, um EU-weit bestimmte Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit von Netz- und Informationssystemen zu erfüllen.

Pread Um (Suk Bong) erklärt: „Mit der Einführung des CRA und der NIS2 müssen Anwender, Installateure und Integratoren sicherstellen, dass die Hersteller, mit denen sie zusammenarbeiten, diese Vorschriften einhalten. Hanwha Vision hat bereits seine Bereitschaft für die kommende Gesetzgebung angekündigt.“

Hanwha Vision hat seine Sicherheitsmaßnahmen bereits seit vielen Jahren verschärft, u. a. durch die Entfernung von Chipsätzen aus seinen Produkten, die in auf der schwarzen Liste stehenden Ländern hergestellt werden, sowie durch die Ansiedlung seiner Produktionsstätten in Südkorea und Vietnam. Hanwha Vision betreibt außerdem ein spezielles Cybersicherheitsteam (S-CERT), das regelmäßige Sicherheitstests durchführt, um Sicherheitsschwachstellen aufzudecken und zeitnah zu beheben. Das Unternehmen erhält laufend Zertifizierungen von angesehenen globalen Akkreditierungsstellen wie UL CAPS, FIPS, TTA und ISO 27001, um seine allgemeinen Sicherheitsprozesse zu stärken. Hanwha Vision ist inzwischen weithin für sein Fachwissen und seine Bemühungen im Bereich der Cybersicherheit anerkannt und wurde 2023 als CVE® Numbering Authority (CNA) zugelassen.

5. Nachhaltigkeit: Eine Bedingung für die Geschäftstätigkeit

Ab 2024 müssen europäische Unternehmen ausführlicher über ihre Nachhaltigkeitsleistungen berichten, wenn die CSRD-Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitkeitsberichterstattung phasenweise in der EU umgesetzt wird. Es wird davon ausgegangen, dass fast 50.000 Unternehmen von der CSRD betroffen sein werden, was etwa drei Viertel der Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum ausmacht.

Die Videoüberwachungsbranche muss sich ihrerseits mit der wachsenden Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen, z. B. mit einer umweltfreundlichen Produktion, die Abfälle reduziert und erneuerbare Energieformen nutzt. Glücklicherweise ist das im Werk von Hanwha Vision in der Provinz Bac Ninh in Vietnam bereits der Fall. Die 60.000 Quadratmeter große Produktionsstätte, die kürzlich die Fertigung ihres 10-millionsten Produkts seit ihrer Eröffnung im Jahr 2018 feierte, wurde nach den besten Umweltpraktiken gebaut. Die smarte Fabrik läuft mit Strom, der durch auf dem Dach des Gebäudes installierte Solarzellen erzeugt wird.

Neben der Fertigung haben auch Videokameras Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Pread Um (Suk Bong) berichtet: „Energiepreise stellen für Unternehmen in ganz Europa weiterhin eine Herausforderung dar. Deshalb arbeitet Hanwha Vision an neuen Technologien, die den Energieverbrauch für den Betrieb der Kameras und die Datenanalyse reduzieren.“

Dazu gehören die Low-Light-Kameratechnologie, die Energie spart und dennoch klare Bilder liefert, sowie die Energieeinsparungen durch KI „on Edge“, die den Bandbreiten- und Speicherbedarf reduziert, da weniger Daten zur Analyse an einen Server übertragen werden müssen. Und schließlich senken die SolidEdge-Kameras von Hanwha Vision den Energieverbrauch durch den Einsatz eines Edge-basierten VMS, womit der Bedarf an separaten Servern für die Speicherung von Videos und die Verwaltung von Ereignissen entfällt.