Focus on Healthcare

Wenig überraschend haben die meisten Krankenhäuser eine Nulltoleranzpolitik gegenüber Kriminalität. Ärzte, Pflege- und Verwaltungspersonal werden regelmäßig verbal angegriffen und physisch eingeschüchtert. Der Grund für den Krankenhausaufenthalt der Patienten ist oft auch die Ursache für diese Konfrontationen, zum Beispiel führen Alkohol- und Drogenmissbrauch regelmäßig zu körperlichen Übergriffen auf das Krankenhauspersonal.

Es ist unrealistisch von der Polizei zu erwarten, dass sie auf jeden Vorfall rechtzeitig reagieren kann. Erfreulicherweise bietet die aktuellste Generation an Videoüberwachungslösungen dem Sicherheitspersonal des Krankenhauses innovative Funktionen zur Unterstützung ihrer Bemühungen, Dieben und Vandalen einen Schritt voraus zu sein.

Die Liste an Funktionen, welche Krankenhäusern praxisgerechte Vorteile verschaffen, umfasst:

Digitales Auto-Tracking: Die 4K-Kameras mit 12 Megapixel Auflösung erzeugen eine Bildqualität, die man einfach mit eigenen Augen gesehen haben muss. Einige Modelle, wie zum Beispiel die Wisenet P-Kameras, bieten digitales Auto-Tracking, mit dessen Hilfe sich bewegende Objekte bzw. Personen bei geringer Aktivität, zum Beispiel nachts, detektiert werden können. Dies erleichtert dem Sicherheitspersonal des Krankenhauses und den Leitstellenmitarbeitern die Überwachung der Aktivitäten in unbeaufsichtigten Bereichen und auf Parkplätzen.

Analytik: Dank des leistungsstarken Open-Platform-DSP-Chipsatzes als Herzstück der Wisenet X-Serie können vielfältige Spezialanwendungen auf die Kameras ausgelagert und dort direkt ausgeführt werden. Eine Audioanalysefunktion kann kritische Geräusche, wie zum Beispiel Schüsse, Explosionen, Schreie sowie zerbrechendes Glas erkennen und daraufhin sofort einen Alarm auslösen, was den Krankenhausmitarbeitern eine schnelle und effiziente Reaktion auf alle Ereignisse ermöglicht.

WDR: Bei den meisten Kameras werden WDR-Bilder durch die Zusammenführung von zwei Bildern mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zur Erfassung von klaren und scharfen Bildern selbst bei starken Lichtkontrasten erzeugt. Die aktuellste, in viele Wisenet Kameras integrierte 150dB WDR nutzt vier Bilder für eine natürlichere Darstellung und bietet scharfe Bilder ohne Bewegungsunschärfe, was eine allgemeine Schwäche bestehender WDR-Technologien ist. Diese Innovation macht die Kameras spannend für den Einsatz in Krankenhausbereichen, wo sie variierender Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein könnten.

360°-Fisheye-Kameras werden zunehmend für Projekte zur 24/7-Stunden-Überwachung in Krankenhäusern und Notfallstationen spezifiziert. Oft ist nur eine einzige Wisenet P PNF-9010R 360°-Kamera mit 12 Megapixeln zur Überwachung eines großflächigen Bereiches, für welchen normalerweise eine Vielzahl an Standardkameras eingesetzt wird, nötig. Eine 360°-Fisheye-Kamera bietet Anwendern eine Komplettansicht eines Bereiches und ist die perfekte Ergänzung für jede Videolösung. Gleichzeitig können statische HD-Kameras sowie Schwenk/Neigungskameras (PTZ) zur Erfassung von Details bei Vorfällen und zur Vermeidung von toten Winkeln eingesetzt werden.

Hallway View erlaubt eine höchst effektive Überwachung enger, vertikaler Bereiche wie Krankenhausflure. Mit dieser Funktion können Kameras effizient in hohen und engen Räumen arbeiten und Bilder mit einem Seitenverhältnis von 9:16 x 3:4 bei gleichzeitiger Minimierung von Bandbreite und Speicherkapazität liefern.

Eine Videoüberwachungsanlage ist natürlich ein leistungsstarkes Hilfsmittel zur Abschreckung und Erkennung von kriminellen Aktivitäten. In Krankenhausumgebungen kann sie allerdings gleichzeitig für andere Zwecke, wie das Auffinden von verwirrten, älteren oder psychisch kranken Patienten oder zur Aufklärung von Arbeitsschutzvorfällen eingesetzt werden.

Ergänzende Kompressionstechnologie WiseStream: Die neueste Generation der Full-HD- und 4K-Kameras könnte sich als kostspielig erweisen, falls ein Krankenhaus Videos mit hoher Auflösung für betriebliche oder Beweiszwecke speichern muss. Der Grund hierfür: Die aus vielen Pixeln bestehende HD-Bilder können sehr schnell die Festplatte eines NVR oder Servers füllen, wenn sie mit voller Bildfrequenz und voller Auflösung aufgenommen werden.

Die ergänzende Komprimierungstechnologie WiseStream steuert die Kodierung, den Qualitätsabgleich und die Komprimierung entsprechend den Bewegungen im Bild dynamisch. In Verbindung mit der H.265-Komprimierung kann WiseStream die Bandbreiteneffizienz im Vergleich zur aktuellen H.264-Technologie um bis zu 75 % verbessern. Damit zählen die 4K-Kameras zu den bandbreiteneffizientesten verfügbaren Kameras. Für eine um bis zu 99 % verbesserte Bandbreiteneffizienz sind die Kameras der Wisenet X-Serie mit WiseStream II ausgestattet.

Durch eine Reduzierung des Videospeicherbedarfs mithilfe von H.265-Kameras können Krankenhäuser die Kapitalinvestition und laufende Betriebskosten für Aufnahme- und Speichergeräte minimieren, welche normalerweise notwendig sind, um einen vollen Nutzen aus den von HD-Kameras erfassten hochauflösenden Bildern zu ziehen.

Videoverwaltung: Krankenhäuser müssen ihre Videoüberwachungsanlagen mit wenig Schulungsaufwand verwalten können. Deshalb bieten Hersteller wie Hanwha Techwin Verwaltungssoftware zur Maximierung der Effizienz und des Bedienkomforts ihrer IP-Netzwerkkameras, Aufzeichnungsgeräte und Server an. Der Smart Security Manager (SSM) Enterprise von Hanwha Techwin ermöglicht ebenfalls die Integration mit Drittanbietersystemen wie zum Beispiel Zutrittskontroll-, Feuer- und Einbruchsmeldesysteme sowie ANPR (Automatische Kfz-Kennzeichenerfassung) und bietet so eine vollständig integrierte Sicherheitslösung.

 

WiseNet-Kameras sorgen für eine sichere Umgebung in psychiatrischen Einrichtungen

Der Norfolk and Suffolk NHS Foundation Trust in Großbritannien ist ein hervorragendes Beispiel für den Einsatz von IP-Videoüberwachungstechnologie im Gesundheitswesen.

Die Schaffung einer sicheren Umgebung für Patienten, Mitarbeiter und Besucher ist eine ständige Herausforderung im britischen Gesundheitsdienst (British National Health Service – NHS) insbesondere für die psychiatrischen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund wurden 19 psychiatrische Einrichtungen des Norfolk and Suffolk NHS Foundation Trusts mit IP-netzwerkbasierten Überwachungsanlagen zur unauffälligen Überwachung von Patientenaktivitäten ausgestattet.

Der Trust versorgt über 40.000 Patienten mit psychischen Gesundheitsproblemen. Er bietet eine Reihe an spezialisierten Diensten für die Versorgung und Rehabilitation von Patienten mit psychischen Erkrankungen oder Substanzmissbrauchsstörungen. Obwohl einige der psychiatrischen Einrichtungen gesichert sind, können sich die Patienten in den meisten Einrichtungen frei bewegen. Deshalb erhoffte sich der Trust Unterstützung von den aktuellsten Fortschritten der Videoüberwachungstechnologie, damit Pflege- und Betreuungskräfte schnell und situationsgerecht reagieren können, falls Probleme auftreten.

„Wir beteiligen uns an der ‚Safewards‘-Initiative für sichere Krankenstationen, deren Hauptziel die Vermeidung von Konflikten in stationären psychiatrischen Umgebungen ist“, erklärte Mark Milliard, Capital Projects Manager bei Norfolk and Suffolk NHS Foundation Trust. „Wir glauben, der Einsatz intelligenter Technologien wie IP-Netzwerk basierter Videoüberwachungssysteme spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung dieses Zieles.“

„Die bereits vor einigen Jahren installierten analogen Systeme wurden immer unzuverlässiger. Also entschieden wir uns, mit IP-Netzwerk basierten Systemen aufzurüsten“, erklärte Mark. „Einer der wesentlichen Vorteile der Übertragung von Bildern über ein Netzwerk ist, dass die Livebilder oder Videoaufzeichnungen aller Kameras von autorisierten Anwendern über ihre PCs betrachtet werden können. So können wir die Aktivitäten in den psychiatrischen Abteilungen viel flexibler überwachen als mit den analogen CCTV-Anlagen, die nur die erfassten Bilder an eine Zentrale übertragen konnten.“

Entsprechend den Verpflichtungen des Trusts, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die Investition in neue Technologien zu erreichen, startete Mark ein Ausschreibungsverfahren zur Auswahl eines Lieferanten für die neuen Kameras. Die Ausschreibungsunterlagen spezifizierten, welche Kameras in den 19 psychiatrischen Einrichtungen installiert werden sollten. Die jüngsten Fortschritte der Videoüberwachungstechnologie und die in die Wisenet-Kameras von Hanwha Techwin integrierten Funktionen bedeuteten für Mark, dass nur drei Samsung Techwin Kameramodelle zur Abdeckung der Innen- und Außenbereiche aller 19 psychiatrischen Einrichtungen nötig waren.